Kennst Du diese häufigen
Probleme?

*Es fließen auch Bewertungen subjektiver Erfahrungen mit ein, zu welchen es noch keine ausreichenden Studien gibt.

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Liegehalle = WC?

Leider ja. Aber nur, wenn die Heustation ZU NAH an der Liegehalle gelegen ist.

Ist der Liegebereich WEIT vom Heu entfernt, wird er nur zum Ruhen aufgesucht. Und nicht vorrangig als Toilette.

24h Heu = Pferd nimmt zu?

Nein! Tatsächliche Futteraufnahme und Fresszeit, sind etwas Anderes. Pferde können mit 24h Heu sogar abnehmen!

Es kommt nur darauf an, den PASSENDEN Slow Feeder zu finden.
Es gibt sie in Form von Netzen mit nur 2cm Maschenweite, Tonnen mit drehbaren Lochplatten die das Grasen imitieren, bis hin zu hängenden Hoy Toys. Auch ein Aufteilen des Heus über verschiede Slowfeeder ist möglich, und für manche Pferde sinnvoll.

Für JEDES Pferd, dass Heu fressen darf, wäre ein passender Slow Feeder optimal. Darüber kann genau "gesteuert" werden, ob Pferde zunehmen, abnehmen oder ihr Gewicht halten.

Passen Pferde einer Gruppe vom Energiebedarf oder Fressverhalten nicht zusammen, ist das nicht optimal. Und einzelne Pferde können ungewollt zunehmen oder abnehmen. Auch sollte genau überlegt sein, ob abgesehen von Mineralfutter Zusatzfutter gegeben wird. Vielen Pferden reicht Heu, auch wenn sie arbeiten.

Bei der Umstellung auf andere Slowfeeder: Jedes Pferd sollte beobachtet werden und Zeit zum Lernen bekommen! Langfristig sollte ohne Frustration gefressen werden - oder etwas anderes ausprobiert werden.

- Eine "Fressbremse" für manche Gruppenmitglieder, die das Fressen verlangsamt, kann eine gute Notlösung sein. Das Pferd kann damit weiterhin fressen, die Futteraufnahm wird aber noch einmal deutlich reduziert.

- Automatische Tore, die nur die jeweiligen Pferde zu den jeweils passenden Heustationen führen, sind eine gute aber kostspielige Lösung.

Das Paradoxon:

Im Reiten kontinuierlich fortbilden: Selbstverständlich!

In Haltung fortbilden: selten angeboten....

Dabei sollten wir uns Alle nach neuesten Erkenntnisse in der Haltung kontinuierlich weiter bilden. Es geht schließlich um das gesamte Leben eines Pferdes!

Wir wollen das Beste für unser Pferd. Aber bekamen vieles nie gelehrt.

Pferde stehen nur an der Heuraufe.....?

Mehrere Fressplätze anbieten, die möglichst weit voneinander entfernt sind!

Wenn verteilte Fressplätze nicht möglich sind:
Es kann ein "Sackgassen-Paddock-Trail" angelegt werden. Bewegung entsteht auch dann, wenn das Wasser und der überdachte Liegebereich möglichst weit vom einzigen Heubereich entfernt sind! Oder durch eine Abtrennung und einen Laufweg eine längere Entfernung geschaffen wird. Dabei muss den Pferden Zeit zum Lernen gegeben und beobachtet werden, ob das Konzept zur ganzen Gruppe passt.

Stress in der Gruppe?!

Irgendwo muss es UNNATÜRLICHE Situationen geben!

Gebe jeder Frage Punkte und zähle zusammen:

- zu wenig Fressplätze?
Ja (10 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Heu oder Wasser IN der Liegehalle genau dort, wo die Pferde liegen sollten
oder durchgehen müssen?
Ja (10 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Futterautomaten, vor dehnen sich Pferde anstellen müssen?
Ja (5 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Liegehalle hat Platz für ALLE Pferde im Liegen?
Ja (5 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Wasserstelle bietet zu wenig Platz?
Ja (2 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Stuten und Wallache leben zusammen?
Ja (2 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Stuten und Wallache leben getrennt, haben aber engen Zaunkontakt. Und nur bei den Wallachen gibt es Stress?
Ja (2 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Es gibt erzwungene Fresspausen?
Ja (2 Punkte) Nein (0 Punkte)
- Es gibt Engstellen ohne Ausweich-Möglichkeit?
Ja (5 Punkte) Nein (0 Punkte)

Je mehr Punkte herausgekommen sind, desto mehr unnatürliche Situationen sorgen in Eurem Stall für Stress. Ideal wären 0 bis 2 Punkte. Ab 10 Punkten ist Gruppenstress sehr wahrscheinlich.

Noch in Bearbeitung